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  • Standesamtliche Beurkundung von Fehlgeburten

    Allgemeine Informationen

    Fehlgeburten müssen grundsätzlich nicht angezeigt werden. Seit 1. April 2017 besteht jedoch die Möglichkeit, auf Antrag der Mutter (oder des Vaters oder des anderen Elternteils) die Daten einer Fehlgeburt als sonstige Personenstandsdaten der Mutter einzutragen. Grundlage ist eine ärztliche Bestätigung, die den Tag und, soweit feststellbar, das Geschlecht der Fehlgeburt beinhaltet. 

    Mit Einverständnis der Mutter können auch der Vorname und der Familienname des Mannes oder der Frau oder anderen Person eingetragen werden, der/die die Eintragung als Vater/anderer Elternteil begehrt.

    Das Standesamt stellt, falls gewünscht, eine entsprechende Urkunde aus.

    Fristen

    Es gibt keine Fristen.

    Zuständige Stelle

    Das Standesamt, bei dem die Eintragung zuerst begehrt wird:

    Erforderliche Unterlagen

    Für die Eintragung der Fehlgeburt sind vorzulegen:

    • Amtlicher Lichtbildausweis
    • Ärztliche Bestätigung, die den Tag und – soweit feststellbar – das Geschlecht der Fehlgeburt beinhaltet.

    Namensgebung

    Die Mutter/der Vater/der andere Elternteil können der Personenstandsbehörde den Namen des fehlgeborenen Kindes bekanntgeben. Dieser wird in die Urkunde eingetragen.

    Kosten

    • Anzeige: gebührenfrei
    • Bescheinigung: gebührenfrei
    • Urkunde: gebührenfrei
    • Nach zwei Jahren: 9,30 Euro

    Hinweis

    Für die Erstausstellung fallen keine Gebühren an, sofern diese Dokumente innerhalb von zwei Jahren ab Fehlgeburt des Kindes ausgestellt werden. Bei Zusendung entstehen in der Regel Kosten. Erkundigen Sie sich bitte beim zuständigen Standesamt.

    Weiterführende Links

    Rechtsgrundlagen

    Letzte Aktualisierung: 25. Juni 2024

    Für den Inhalt verantwortlich: Bundesministerium für Inneres